Bundesverband Freier Radios

Literatur im thematischen Kontext Freier Radios
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last update: 18.09.09


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Einige der folgend hier vorgestellten Bücher sind nicht mehr im Buchhandel zu bekommen. Aushilfe schaffen aber die verschiedenen Internetplattformen für gebrauchte Bücher sowie natürlich auch Dein nächstliegendes Freies Radio: Wenn Du Glück hast, wirst Du einiges dort einsehen oder sogar mal mitnehmen können.

Gliederung

1. Neuere Analysen und Beschreibungen

1.1. Bundesrepublik Deutschland

1.2. EU und weltweit

2. Historisches: Von den Anfängen bis ca. Ende der 80er Jahre

2.1. Bundesrepublik Deutschland

2.2. EU und weltweit

3. Theoretische Reflexionen zum Radio

3.1. Sprache im Radio

3.2. Öffentlichkeit, Kultur und Medienstruktur

3.3. Theorien des Freien Radios

4. Technische Aspekte in freien Radios

5. Pädagogik und Empowerment

 


1. Neuere Analysen und Beschreibungen

1.1. Bundesrepublik Deutschland

Steinke, Ron; Rehmke, Stephen: Äther für alle! Meinungsmacht und Gegenöffentlichkeit am Beispiel freier Radios, in: Forum Recht, Heft 1/2006.

Engagiertes Plädoyer für Freie Radios im Sinne einer notwendigen Ergänzung der Medienlandschaft. An Beispielen von Radio Z Nürnberg und FSK Hamburg erläutern die Autoren die positiven Implikationen einer basisdemokratischen Verfasstheit der Sender. Sie positionieren dabei den Begriff der (gemeinschaftlich getragenen) Gegenöffentlichkeit als einzig sinnvollen Weg zwischen politischer Isolierung und offenem Kanal. Das ist zwar nicht neu, muss es aber auch nicht sein ...
[link zum Dokument]

Thomas Kupfer, Sven Thiermann (2005): Von der Kür zur Pflicht. Perspektiven des Nichtkommerziellen Lokalen Hörfunks. Berlin.

Dokumentation einer Tagung im Herbst 2004 bei Radio Corax, Halle. Neben einem Beitrag über die rechtlichen Möglichkeiten einer Grundfinanzierung von NKL aus Gebührenmitteln ist die kontroverse Podiumsdiskussion mit Vertretern ostdeutscher Landesmedienanstalten ein sicher lesenswerter Beitrag. Hier ging es um ein Fazit sowie die nahen Perspektiven von NKL in der Region. Gastbeiträge schilderten aber auch die Mediensituation in Slowenien oder erläuterten die Motive zum Entstehen des Community Media Forum Europe.

 

Rainer Pinkau, Sven Thiermann (2005): Freie Radiostationen. Aktuelle Frequenzen - Programme - Sendezeiten. Baden-Baden.

Handliche Übersicht über aktuelle Hörmöglichkeiten Freier Radios im deutschsprachigen Raum. Beinhaltet eine Kurzbeschreibung zu jedem Radio sowie diverse Listen zu Empfang, Kontakt etc.

 

zehn unerhörte jahre. Jubiläumsband zum zehnjährigen Bestehen von Radio Unerhört Marburg, Marburg 2004

Interessante und lesenswerte Mischung aus Beiträgen ehemaliger und heutiger Akteure des Radios, selbstkritisch, aber trotzdem selbstbewußt. (zu beziehen direkt bei Radio Unerhört Marburg)

 

Plesch, Tine/ Stuhlmann, Andreas: Freies Radio als linker Mythos? "Die Kunst des Hörens" - Möglichkeiten und Grenzen des freien Radios, Interview von T.Plesch mit A.Stuhlmann, in: testcard # 12: "Linke Mythen", Mainz 2002

Die beiden AutorInnen diskutieren per mail darüber, was an dem 'Mythen' des Freien Radios so dran ist. Andreas Stuhlmann sendet beim Hamburger freien Radio FSK und hat das Buch “Radio-Kultur und Hör-Kunst” (2001) herausgegeben. testcard-Mitherausgeberin Tine Plesch sendete auch beim freien Radio Z in Nürnberg. Zu Tine Plesch siehe auch:
[link zur Webseite]

Bundesverband Freier Radios: RadioConText

eine nur kurzlebige, aber sehr ambitionierte Zeitschrift des BFR, erschienen sind lediglich die Hefte 1/1995 und 2/1996

 

1.2. EU und weltweit

Buckley, Steve: Community radio in funding crisis, in: The Guardian, 24 August 2009

Nachdem Community Radios in Großbritannien relativ zahlreich an den Start gegangen waren, droht nicht wenigen nun das finanzielle Aus. Lesenswert sind neben dem Artikel selbst auch die angehängten Kommentare, die einen sehr guten Einblick in die derzeitige Lage in GB geben.
[link zum Artikel]

Howley, Kevin (ed.): Understanding Community Media, Thousand Oaks, Sage Pub. 2009

O-Ton Herausgeber: "This text reveals the value and significance of community media in an era of global communication. Bringing together an international team of scholars and practitioners, it introduces students to the emerging field of community media studies. Throughout, contributors explore a wide range of media institutions, forms and practices—community radio, participatory video, street newspapers, Independent Media Centers (IMCs), and community informatics—from around the world. Over thirty original essays consider the particular and distinctive ways local populations make use of various technologies for purposes of community communication. The collection provides an incisive and timely analysis of the relationship between media and society, technology and culture, and communication and community."
[link zum Verlag]

Purkarthofer, Judith/Pfisterer, Petra/Busch, Brigitta: 10 Jahre Freies Radio in Österreich. Offener Zugang, Meinungsvielfalt und soziale Kohäsion - eine explorative Studie (2008)

Eine von der RTR, der österreichischen Aufsichtsbehörde herausgegebene und finanzierte Studie. Erschien gemeinsam mit "Community Medien in Europa" (Peissl/Tremetzberger) als Band 3 der RTR-Schriftenreihe.
[link zum Dokument]

 

Peissl, Helmut/Tremetzberger, Otto: Community Medien in Europa. Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen des dritten Rundfunksektors in 5 Ländern (2008)

Siehe darüberstehenden Eintrag. In der Studie wird die Situation in Großbritannien, Irland, der Schweiz, den Niederlanden, Niedersachsen (!) und der Schweiz verglichen.
Positiv beschreiben die Autoren vor allem die Situation in Großbritannien und Irland, wo der Community Sektor nicht nur - wie in anderen Ländern - gesetzlich verankert ist, sondern auch grundsätzlich dynamisch angelegt ist: Auch neue Initiativen haben hier eine Chance auf Zugang zum Äther (Ganz im Gegensatz z.B. zu Niedersachsen).

 

Kern European Affairs (2007): The State of Community Media in the European Union. Study (Policy Department, Structural and Cohesion Policies)

Eine Auftragsstudie des European Parliament's Committee on Culture and Education. Hintergrund sind die politischen Bemühungen um eine europaweite politische Verankerung von Community Media. Das Ganze sieht entsprechend formal und schwer zu lesen aus, birgt aber eine Menge an vergleichender Informationen über den Stand von CM (damit ist immer Radio und TV gemeint) in allen EU-Staaten.
[link zum Dokument]

Johnson, Fred/Menichelli, Karen (2007): What's going on in Community Media. Benton Foundation.

Aktuelle Bestandsaufnahmen der Praktiken in Community Media: Wo können sich Menschen jenseits von private file sharing als echte öffentliche Bürger verhalten.
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Enrile, T.J. & Free Radio Berkeley (2005): A popular guide to ... Building a Community FM Broadcast Station

Der Einstieg in die Welt des ungefragten Sendens als ca. 30-seitiger Comic: Was brauche ich zum Senden, worauf ist technisch zu achten und warum ich das alles nicht allein machen sollte.
Auf dem inneren Umschlag wird ein FCC-Offizieller aus einer Gerichtsverhandlung von Free Radio Berkeley zitiert: "Unlizensiertes Senden produziert Chaos und Anarchie im Äther... Wenn man das zulässt, ist das, als ob man eine Dose Würmer öffnen würde." In diesem Sinne ...
[link zu Free Radio Berkeley]

 

Howley, Kevin (2005): Wireless World: Global Perspectives on Community Radio, in: Transformations, Issue No. 10 (February 2005)

Howley verortet das weltweite Phänomen Community Radio im Kontext von Deregulierung und Demokratie. Er beschreibt u.a. deren "doppelten Sinn" für die stattfindende Globalisierung. Gegenwartstheorie vor dem Hintergrund konkreter, aktueller Beispiele.
[link zum Dokument]

Howley, Kevin (2005): Community Media. People, Places, and Communication Technologies

Anhand von vier Fallbeschreibungen (WFHB, Blomington; DCTV, New York; Street Feet, Halifax; VICNET, Victoria) zeichnet Howley eine sehr eindringliches Bild von der Lebendigkeit und Funktionsweise von Community Media. Aus den mittlerweile vorliegenden empirischen Studien ragt seine insofern heraus, dass er sich explizit an der kulturtheoretische Analyse von C.M. versucht. Allein aufgrund seines einleitenden Parforcerittes durch die gegenwärtige globale Welt der C.M. ist das Buch sehr zu empfehlen.

 

Day, Rosemarie (2005): Community Radio in Ireland: Ten Years after Licensing, How Alternative is it?

Vortrag auf einer Tagung des International Radio Research Networks, Sevilla, 23.-26.Februar 2005
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Dorer, Johanna: Another Communication is Possible. Triales Rundfunksystem und die Geschichte der Freien Radios in Österreich, in: medien & zeit (Wien), Heft 3/2004.

Gute, kurzgehaltene Darstellung der Geschichte Freier Radios in Österreich, von den Piratenanfängen Ende der 70er bis zur langwierigen und komplizierten Realisierung im Mediensystem. Empfehlenswert!
[download als pdf, ~ 17mb]

Price-Davies, Eryl/ Tacchi, Jo (2001): Community Radio in a global Context: A comparative Analysis. Community Media Association.

Dies ist eine vergleichende Untersuchung insbesondere der rechtlichen Situation in Australien, Canada, Frankreich, Holland, Irland und Südafrika. Sie wurde für den Zweck erstellt, politische Empfehlungen für Großbritannien zu generieren.
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Sakolsky, Ron; Dunifer, Stephen (1998): Seizing the Airwaves: A Free Radio Handbook. AK Press.

Mit einführenden Texten zur (ökonomischen) Geschichte von freien Radios in Nordamerika, Interviews mit Protagonisten aus Kanada, Haiti, Holland, Mexico und USA. Enthält auch einen technischen Teil. Orientiert sich inhaltlich relativ klar auf unlicensed micropower stations.

 

Dorer, Johanna/Baratsits, Alexander (Hrsg.) (1995): Radiokultur von morgen. Ansichten, Aussichten, Alternativen. Wien.

Dies ist ein in Österreich erschienener Sammelband, der einen Überblick über die medienpolitische Situation in Österreich und Deutschland Mitte der 90er Jahre gibt.

Danmayr, Andrea/Schrentewein, Birgit/Steinert, Fiona (Hrsg.) (1995): Lokalradio. Meinungen — Materialien. Wien.

Duldowski, Konrad: Piraten geben den Ton an, in: Przekrój (Querschnitt) 02, 11.01.04

Ein kleiner Einblick in die polnische Radiolandschaft
[download als pdf]

2. Historisches: Von den Anfängen bis ca. Ende der 80er Jahre

2.1. Bundesrepublik Deutschland

Busch, Christoph/Freundeskreis Freie Radios Münster (Hrsg.) (1981): Was Sie schon immer über Freie Radios wissen wollten, aber nie zu fragen wagten. Münster

Einer der beiden Klassiker der deutschsprachigen Literatur über freie Radios. Ein Buch von Macher/innen freier Radios, was ausführlich die Gründe für die Entstehung freier Radios und den Stand der "anderen Radiopraxis" Anfang der 80er beschreibt. Busch gibt auch einen zeithistorischen Überblick der bestehenden freien Radios in der Bundesrepublik sowie in anderen Ländern und bietet ausführliche Informationen für den Radiobastler.

 

Network Medien-Cooperative & Freundeskreis Freie Radios Münster (Hrsg.) (1983): Frequenzbesetzer. Arbeitsbuch für ein anderes Radio. Reinbek.

Der Band der Network Medien-Cooperative (1983) legt den Schwerpunkt hingegen auf die Diskussion der theoretischen Wurzeln (von Brecht bis Negt/Kluge) und versucht Zukunftsperspektiven für freie Radios in der Bundesrepublik aufzuzeigen. Sein Resümee übrigens: "Die freien Radios sind erst bei den Pflastersteinen. Der Strand liegt darunter."

 

Krieger, Karlheinz/Kollert, Ursi/Barnay, Markus (1987): Zum Beispiel Radio Dreyeckland. Wie Freies Radio gemacht wird - Geschichte, Praxis, Politischer Kampf. Freiburg.

Meines Wissens die erste zusammenhängende Darstellung in Buchform, die eines der heute noch bestehenden Freien Radios der BRD beschreibt. Neben den Erzählungen zur Piratenanfangszeit finden sich auch einige der sehr interessante Grundüberlegungen zum Alltag Freier Radios. Das Buch verstand sich durchaus auch als Gebrauchsanweisung, wie die genau erläuterten Programmschemata oder auch Listen zur benötigten NF-Technik bezeugen.

 

Radio Dreyeckland (Hrsg.) (1990): Radio Dreyeckland. Dinosaurier im Ätherrausch. Freiburg.

Weichler, Kurt (1987): Die anderen Medien. Theorie und Praxis alternativer Kommunikation. Berlin.

Eine gut gemeinte Darstellung von damals sichtbaren Bemühungen um Gegenöffentlichkeit. Weichler stellt die Stadtmagazine sowie die Freien Radios der 80er Jahre näher vor.

 

Dahl, Peter (1983): Radio. Sozialgeschichte des Rundfunks für Sender und Empfänger. Reinbek.

Locker geschriebene, kritische, aber liebevolle Bestandsaufnahme der bundesdeutschen Radiogeschichte bis Anfang der 80er. Am Ende finden sich die zu der Zeit gerade relativ aktiven Freien (Piraten-)Radios als große Hoffnung für die Zukunft wieder.

 

Dahl, Peter (1978): Arbeitersender und Volksempfänger. Proletarische Radio-Bewegung und bürgerlicher Rundfunk bis 1945. Frankfurt am Main.

Eine mit vielen Original-Dokumenten in Wort und Bild gespickte, gleichfalls lesenswerte Darstellung der (letztlich gescheiterten) Bemühungen um ein proletarisches, vom Staate nicht kontrolliertes Funkmedium. Kontrastiert wird diese Geschichte mit der streng organisierten Kontrolle des Mediums in der Weimarer Republik sowie des
Nationalsozialismus.

 

de Boer, Hendrik (1981): Sendungsbewußte Piraten. Zur Situation der "Freien Radios". In: Medium 11, S. 14-21.

de Boer, Hendrik (1981): Sendungsbewußte Piraten (II). Interviews mit "Radio Zebra" und Michael Wolf Thomas (NDR). In: Medium 11, S. 21-26.

de Boer, Hendrik (1981): Piraten mit Sendungsbewußtsein (III). Interview mit Eckart Spoo (dju). In: Medium 11, S. 17-20.

de Boer, Hendrik (1981): Sendungsbewußte Piraten (IV). Freie Radios. Ein Interview mit Christoph Busch (Freundeskreis Freie Radios Münster). In: Medium 11, S. 23-26.

Busch, Christoph (1982): "Ja, Dein Aufruf geht direkt über den Sender" Spielregeln für ein "Lokales Freies Radio". In: Medium 12, S. 3-11.

Busch, Christoph (1985): Das neue Radio wird vorläufig nicht zu hören sein. Skeptisches von einem Befürworter Freier Radios. In: Medium 15, S. 16-19.

Mikos, Lothar (1988): Der letzte Rest Freiheit. Freies Radio in der Kommerzfunkwelt. In: die tageszeitung, 29.11., S. 14.

Brändle, Petra (1990): Postler auf der Pirsch nach Piraten. In: die tageszeitung, 26.10., S. 20.

Einige der wenigen Dokumente über die Piraten-Sendungen von Radio P (Prenzlauer Berg, Berlin) während der Wendezeit.

Opatz, Matthias: Radio FREI - Erfurt 100,5 MHz. Nichtkommerziell, lokal, bürgernah will Erfurter Bürgerradio die Legalität bekommen. Status noch ungeklärt. In: die tageszeitung, 15.03.1991 (1991), S. 28.

über Radio F.R.E.I., das in der Wendezeit lange in Erfurt halblegal sendete

radio von unten

Die Zeitschrift erschien von 1981 bis Anfang der 90er Jahre im Verlag Rainer Pinkau (Göttingen) und war eine Art Medienmagazin, in dem auch Nachrichten von und über Freie Radios publiziert wurden. Material von dem Verlag ist heute über www.geheimsender.de zu beziehen.

2.2. EU und weltweit

Hampf, Michaela (2001): Community, Control, Corporations: Die Geschichte Freier Radios in den USA am Beispiel von Pacifica 1946-2000, in: Stuhlmann, Andreas (Hg.): Radio-Kultur und Hör-Kunst. Zwischen Avantgarde und Popularkultur 1923-2001, Würzburg.

Hampf hatte 2000 ihre Dissertation über die Entwicklung des Free Radio Networks "Pacifica" veröffentlicht, in der die Geschichte allerdings nur von 1946 bis 1965 beleuchtet wird.
In dem Artikel hier geht es um das gleiche Thema, allerdings beginnt sie bereits in den 20er Jahren, d.h., mt den Entstehungsbedingungen der gesamten Radiolandschaft in den USA und führt ihre Erzählung bis zum Jahr 2000. Im Zentrum steht der 'Free Speech'-Sender KPFA in Berkeley, das 'Flagschiff' des Pacifica-Networks. Das Ganze liest sich als spannende Auseinandersetzung mit der alten Frage, wem das Medium denn gehöre.

Kleinsteuber, Hans J. (Hrsg.) (1991): Radio - das unterschätzte Medium. Erfahrungen mit nicht-kommerziellen Lokalstationen in 15 Staaten. Berlin 1991.

Zeitschrift "Autonomie" 11 (1978), Heft 4.

Schwerpunkt: freie Radios (im Ausland, v.a. Italien).

Kollektiv A/traverso (1977): Alice ist der Teufel. Praxis einer subversiven Kommunikation, Radio Alice (Bologna). Berlin.

Hier und folgend ein Einblick in die lebendige Szene alternativer Sender im Italien der späten 70er Jahre. Hauptreferenzpunkt ist dabei immer wieder Radio Alice, was in diesem Buch von den Machern nach deren Zwangsabschaltung eine sehr lesenswerte Würdigung erfuhr.

 

FRED - Federazione Radio Emittenti Democratiche (1977): Thesen zur Theorie und Praxis der demokratischen Sender. Diskussionspapier der FRED zum nationalen Kongreß, Mai '77, Rom (Auszüge). In: alternative 20, S. 141-143.

Le Paige, Hugues (1977): Die "Freien Sender" in Italien. Wer spricht für wen? In: alternative 20, S. 130-135.

Radio Alice (1977): Bevor alles für den Arsch ist! (Abschrift der letzten Sendeminuten von Radio Alice vor der Räumung). In: alternative 20.

Eco, Umberto/Grieco, Allen J. (1978): Independent Radio in Italy. Cultural and Ideological Diversification. In: Cultures 5, S. 122-132.

Ruoff, Robert (1978): "...und da haben die Leute gemerkt, daß das Instrument wichtig und interessant ist." Zu den demokratischen lokalen Radiosendern in Italien. In: Ästhetik und Kommunikation 9, S. 5-21.

Rauen, Birgitte (1981): Die italienische Spielart. Die Deformation freier Sender unterm Marktgesetz. In: Medium 11, S. 16-18.

Frankreich:

Collin, Claude (1980): Hört die anderen Wellen. Radio Verte Fessenheim, Radio S.O.S. Emploi Longwy. Erfahrungen mit freien Radios in Frankreich und anderswo. Berlin.

Ott, Ursula: Das freie Radio. Vom Protestfunk zum Medienunternehmen in Frankreich - private Lokalradios, Hitzeroth, Marburg 1988

Sehr detaillierte und aufschlußreiche Schilderung der Ereignisse in Frankreich kurz vor und nach der Liberalisierung des UKW-Bandes durch den Regierungswechsel im Mai 1981. Der Titel ist allerdings insofern tendenziell irreführend, da es in dem Buch nicht um eine innere Transformation ehemaliger Alternativsender geht (was ja vielleicht auch mal interessant wäre), sondern um die alsbald äußerlich dominierenden Kommerzinteressenten innerhalb der Liberalisierungsallianz.

Schweiz:

Büren, Walo von/Frischknecht, Jürg (1980): Kommerz auf Megahertz? Basel.

USA:

Michaela Hampf (2000): Freies Radio in den USA: Die Pacifica-Foundation, 1946-1965. Münster.

Das Buch schildert "Geschichte des ältesten und bis heute einzigen unabhängigen und nichtkommerziellen Radionetzwerks der Vereinigten Staaten. KPFA, Pacificas Flagschiff, wurde 1949 von Pazifisten und Pazifistinnen in der San Francisco Bay Area gegründet." (Verlagstext) Schwerpunkt des Buches ist die institutionelle Entwicklung des von der Pacifica-Foundation getragenen Netzwerkes.

Milam, Lorenzo Wilson: The Original Sex and Broadcasting. A Handbook on Starting a Radio Station for the Community. San Diego 1988. (orig.: 1975)

Inhaltlich veraltet, aber immer noch eine der originellsten Plädoyers dafür, sich jedenfalls nicht mit Rundfunkgesetzen zu beschäftigen. (gilt freilich wohl nur für die USA...)

 

3. Theoretische Reflexionen zum Radio

3.1. Sprache im Radio

Strauss, Neil (Hrsg.) (1993): Radiotext(e). New York.

Sammlung von Texten über anderes Radio, in der sich viele Perlen von Autoren finden, die so wahrscheinlich nirgendwo anders zusammentreffen. Das Buch enthält (in englischer Übersetzung) u.a. Texte von Schwitters, La Monte Young, Weill, Lovink, Trotzki, Guattari, Adorno, Hakim Bey, Ezra Pound und Tetsuo Kogawa. Darunter finden sich z.b. Texte über besondere Radiosendungen, darüber, wie man Radio mit seinen Zähnen hören kann usw. Eine ausgezeichnete Fundgrube!

Baudrillard, Jean (1978): Requiem für die Medien. In: ders.: Kool Killer oder Der Aufstand der Zeichen. Berlin.

Forderung nach einer "Kritik der politischer Ökonomie des Zeichens", wendet sich scharf gegen Enzensberger (1970). Nihilistisches Rückzugsgefecht, aber technisch sehenswert.

Diefenbach, Katja (1998): Die Liebe zu den sprechenden Mikromedien. 5-Minuten-Radiotheorie der Bewegung. In: Friedmann, Reto (Hrsg.): kurze Welle — lange Leitung. Zürich, 63-79.

Superkurzer, aber guter Einstieg in Diskussionen freier Radios. Beschäftigt sich mit Geschichte, Theorie, Alice, Gegenöffentlichkeit, Professionalisierungsdebatte, Vgl. auch Eco & Grieco (1978).

Stötzler, Marcel (1998): Der Sonntag des Sprechens. In: karoshi drei, S. 4-9. (orig. 1997)

Auch hier findet sich eine Auseinandersetzung mit der Rolle der Sprache im freien Radio. Bezugspunkte sind hier Baudrillard, Humboldt und Wittgenstein: Von der Sprache der Befreiung zur Befreiung der Sprache.
[download als pdf]

Jan Pinseler (2001): Sprechen im Freien Radio. Eine Fallanalyse zu Möglichkeiten alternativen Hörfunks. In: Medien & Kommunikationswissenschaft, 49. Jg., Heft 3/2001, S.369-383

Der Aufsatz basiert auf der oben genannten Magisterarbeit. Auf die Veröffentlichung gab es innerhalb der Zeitschrift inhaltliche Kritik, auf die wiederum Jan Pinseler reagierte. Nachzulesen ist das im Heft 5/2001 der oben genannten Zeitschrift. Der Beitrag von Jan Pinseler findet sich hier:
[ link zum pdf des Heftes]

3.2. Öffentlichkeit, Kultur und Medienstruktur

Föllmer, Golo/Thiermann, Sven (Hg.) (2006): Relating Radio. Communities, Aesthetics. Access. Beiträge zur Zukunft des Radios, Leipzig.

Entdeckungen und Argumente zur Geschichte des Mediums Radios, Fragen nach heutiger Zugänglichkeit, der Funktion des Mediums für Communities oder die Verarbeitung des 'Prinzips Radio' in künstlerischen Kontexten: Diese Fragen wurden auf der gleichnamigen Tagung im Herbst 2006 in Halle/S. diskutiert und in diesem Buch in einer erweiterten Form zugänglich gemacht. Mit Beiträgen von Douglas Kahn, Anna Friz, Hans J. Kleinsteuber, Joanne Richardson, LIGNA, Wolfgang Hagen, Dieter Daniels u.a.

 

Peel, John; Ravenscroft, Sheila (2005): Margrave of the Marshes, London.

John Peel, ja auch der ... Das Buch, eine Art Memoiren seines Lebens, ist natürlich für alle Radiointeressierte eine feine Fundgrube, auch wenn es letzlich speziell um die BBC geht. HörerInnen von BFR-Radios ist Peel vor allem wegen seiner seit Mitte der 90er speziell für den BFR produzierten Sendung bekannt. Allen, die diese Sendung gern hörten, ist das Buch allein wegen einer Stelle zu empfehlen: Peel erzählt, wie er von einer Radiofrau von FRC Husum (?) Post erhalten hatte ... naja, selber lesen. Sonnen kann sich der BFR auch in dem Peelschen Statement, dasss diese Sendung seine einzige echte Verbindung zur deutschen Radiolandschaft (gewesen) sei.
Das Buch ist auch in deutscher Übersetzung erhältlich.

 

Zöchling, Robert (1999): Postmodernes Roulette. Warum es sich nicht empfiehlt, auf "Null" zu setzen. Als Mitspieler im Casino der Warenwelt haben alternative Medien nichts zu gewinnen und alles zu verlieren. in: trend, 11/99.

Auch wenn es hier um alternative Printmedien und nicht um Freies Radio geht, bietet der Autor eine lesens- und bedenkenswerte Auseinandersetzung zu Fragen der Marktorientierung von unabhängigen Medien. Eine seiner Thesen lautet: "Die Alternative zum Markt ist nicht die Marktlücke, sondern Öffentlichkeit."
[link zum Dokument]

Downing, John (1983): Radical Media. The political experience of alternative communication. Boston.

Im Kontext der Diskussion von autonom fungierenden 'Sub-Medien' oft zitiertes Werk. 2000 gab es eine überarbeitete Neuausgabe des Titels mit anderem Untertitel, die nebenstehend abgebildet ist. Downing hat in der Folge mehrere andere Bücher im Kontext kritischer Medienforschung veröffentlicht.

 

Lewis, Peter M./Booth, Jerry (1989): The Invisible Medium. Public, Commercial and Community Radio. London.

Horkheimer, Max/Adorno, Theodor W.: Kulturindustrie. Aufklärung als Massenbetrug. In: Horkheimer, Max/Adorno, Theodor W. (Hrsg.): Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. Frankfurt am Main 1988, 128-176. (orig. 1944)

Strukturelle Chancenlosigkeit der Konsumenten gegenüber massenindustriell gefertigten Medienprodukten.

Benjamin, Walter (1966): Der Autor als Produzent. In: ders.: Versuche über Brecht. Frankfurt am Main. (orig. 1934)

Tretjakow und Benjamin beschäftigen sich mit der Rolle des Autors in der Revolution, fordern statt einer Belieferung des Apparates eine Veränderung desselben. Die der Frage "Wie steht das Werk zu den Produktionsverhältnissen?" vorgehende ist: "Wie steht das Werk in den Produktionsverhältnissen?" (vgl. Brechts episches Theater).

Brecht, Bertolt (1975): Der Rundfunk als Kommunikationsapparat. In: ders.: Gesammelte Werke, Bd. 18. Frankfurt am Main. (orig. 1932)

Aufruf zur Umgestaltung der Medien: von der Distribution zur Kommunikation. Der Klassiker.

Enzensberger, Hans Magnus (1997): Baukasten zu einer Theorie der Medien. München. (orig. 1970)

Unterscheidet zwischen einem (existierendem) "repressiven" und einem (anzustrebendem) "emanzipatorischen" Mediengebrauch. Fordert von den Intellektuellen, die Medien für die Aufklärung der Massen zu nutzen und geht damit weit hinter Benjamin, Brecht und Anders zurück (zur Kritik vgl. Baudrillard (1978)).

Negt, Oskar/Kluge, Alexander (1972): Öffentlichkeit und Erfahrung. Zur Organisationsanalyse von bürgerlicher und proletarischer Öffentlichkeit. Frankfurt am Main.

Gegenöffentlichkeit ist so lange sinnlos, wie sie nur der verlorene Teil der bürgerlichen Öffentlichkeit ist und nicht zu einem eigenen Strukturprinzip gefunden hat, der sogenannten proletarischen Öffentlichkeit. Schließen als eine der wenigen eine Kritik der Warenform der Medien mit ein, verklären dabei jedoch die Rolle der Arbeiterklasse. Kondensiert findet sich das alles auch hier:

Negt, Oskar/Kluge, Alexander (1974): Wertabstraktion und Gebrauchswert in den Zerfallsformen bürgerlicher Öffentlichkeit. In: Baacke, Dieter (Hrsg.): Kritische Medientheorien. Konzepte und Kommentare. München, 22-73.

Habermas, Jürgen (1990): Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft. Frankfurt am Main. (orig. 1962)

Zeigt u. a. die historische Parallelität der Verwandlung von Informationen zur Ware und dem Aufkommen von Objektivität als hypostasierter Eigenschaft derselben (vgl. S. 69ff).

autonome a.f.r.i.k.a.-gruppe (o. J.): Handbuch der Kommunikationsguerilla. Berlin & Göttingen. (ca. 1997)

Praktische Handlungsanweisungen, Literatur- und Ideensammlung für den Umgang mit herrschenden Diskursen, aber auch Auseinandersetzung mit (neueren) linken Medientheorien. Freie Radios sind aber für die Autorinnen kein Ort für Kommunikationsguerilla, da sie schon ausgegliederte Räume darstellen.

3.3. Theorien des Freien Radios

LIGNA (2003): Konstellation - Zerstreuung - Assoziation. Eine Historisierung gestischen Radiohörens.

LIGNA, eine Gruppe freier Radioakteure, die unter anderem durch Ihre "Radio-Ballett"-Inszenierungen im öffentlichen Raum bekannt sind, unternehmen hier einen spannenden Ausflug in die Radiogeschichte und fragen sich dabei, wie unter den "gespenstischen" Bedingungen des Radios selbiges als Medium gesellschaftlicher Veränderungen genutzt werden kann.
[link zum Dokument]

Freies Sender Kombinat/AG Radio (Hrsg.) (1994): Form, Struktur & Konzept. Hamburg.

Best Handout! Herausragendes Konzept für ein freies Radio: Geschichte, Struktur, politische Aufgabe. Die Broschüre im Zeitungsformat sollte nach wie vor beim Freien Sender Kombinat in Hamburg erhältlich sein.

 

Friedmann, Reto (Hrsg.) (1998): kurze Welle — lange Leitung. Texte zur Radioarbeit. Zürich.

Noch ein Muß! Sehr gute und nach wie vor aktuelle Aufsatzsammlung zu konzeptionellen Fragen Freier Radios. Bietet einen differenzierten Zugang zu Fragen wie Professionalisierung, Struktur, Sprache und Ästhetik im Freien Radio.

 

Reimann, Andreas (1998): "Der Hörer als Lieferant" — Freies Radio als ordnungspolitisches Modell. In: radio dreyeckland.

Klug, Andreas/Wenzel, Ulrich (1993): Für eine Ästhetik der Barbarei. Inwiefern sich freies Radio von der Inquisition unterscheiden könnte.

Spannende Auseinandersetzung mit Forderungen nach Professionalisierung, Durchhörbarkeit und Einschaltquoten bei Radio Dreyeckland.
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Lovink, Geert: Hör zu — oder stirb! Fragmente einer Theorie der souveränen Medien. Berlin 1992.

Lovink schreibt über seine Beobachtungen der Amsterdamer Piratenradioszene der damaligen Zeit.

 

Agentur Bilwet: Medien Archiv. Bensheim & Düsseldorf 1993.

Lovink ist Teil der Agentur Bilwet: Ambulante und illegale Wissenschaft. Theorie zur niederländischen Piratenradiopraxis. Abstrakte Poesie. Frühe Attacke gegen (deutsche) professionalisierte Alternativmedien. Aufruf zur Illegalität.

 

Frahm, Ole/Tietjen, Friedrich (1995): radio b richt. In: Vor der Information / Before Information 3/4, S. 67-72.

Nur ein Piratenradio kann ein freies Radio sein.
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Radio als Kommunikationsmittel. Ein Aufruf zur Nutzung nichtkommerzieller Radios. In: radikal Heft 4 (1995), S. 36-42.

Eine gutgemeinte Ehrung vom Amtsblatt für unauthorisierte Lebensweisen

Tetsuo Kogawa: Toward Polymorphous Radio; in: Daina Augaitis, Dan Lander: Radio Rethink: Art, Sound and Transmission, Banff Centre Press, 1994

Kogawa, Protagonist des japanischen mini-FM, beschreibt die Entstehung und die Gedanken, die hinter dem Prinzip "mini-FM" stehen: Der Arbeit mit einen oder mehreren kleinen, "polymorphen" Transmittern.
[ link
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4. Technische Aspekte in freien Radios

Kleiner Funklehrgang für ultrakurze Wellen

Zusammengestellt von Pi-Radio Berlin. Dies ist nicht als Aufruf zur Mißachtung geltender Gesetze zu verstehen, sondern als Verbraucherschutzinformation darüber, was beim Radio senden und empfangen so alles für Probleme lauern, nebst einigen Anmerkungen, dem abzuhelfen. Sicherheitshalber verweisen wir auf den dort zu findenden Einleitungstext: "... der Betrieb der vorgestellten Bastelarbeiten ist verboten, und wenn, dann nur in bleigepanzerten [...] Laborräumen oder Atombunkern ..."
[Quelle: https://kulturserver-berlin.de/home/piradio/funkrahm.htm]

Ott, Daniel: Technischer Sendeablauf und Sendeautomation im nichtkommerziellen Radio. Praktikable Lösungen für Automationsaufgaben im Sendebetrieb nichtkommerzieller Radiostationen (unv. Diplomarbeit 2005)

Umfangreiche Darstellung der Möglichkeiten bei Freien Radios, eben jenes zu realisieren. Daneben bietet die Arbeit durch die Befragung von 18 BFR-Radios einen guten Überblick über Ressourcen, Organisation, Programmstrukturen sowie die technische Ausstattung der einzelnen Radios. Vom Einsatz bestimmter Schnittsoftware und Medientypen, bis zur Realisierung von Netzwerken, Datenbanken, Mitschnittservern und Archiven werden die Erfahrungen der einzelnen Radios dokumentiert.
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Hartwig, Stefanie: Sender ohne Grenzen, (unv. Seminararbeit) 2004

Beschäftigt sich v.a. mit den Möglichkeiten der Verknüpfung von Freiem Radio und Internet. Im Hauptteil eine Würdigung des Radioprojektes "reboot.fm", was im Frühjahr 2004 in Berlin stattfand. Wer nicht weiß, wie reboot.fm technisch funktionierte und welche Ideen dahintersteckten, findet hier einen guten Einstieg:
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Sperandio, Felix (1998): Audiodatenbanken geschlossener Benutzergruppen im Internet. Low-Budget-Lösungen für den Austausch von digitalen Sendebeiträgen nichtkommerzieller Radios in einem Wide Area Network (WAN). Stuttgart (unveröffentlichte Diplomarbeit)

Umfangreiche Darstellung der technischen Grundlagen. Praktischer Teil ist begleitend zu dem zip f.m.-Projekt auf dem stripe-Server von Ilmenau. (Inhaltlich ist diese Arbeit zum Teil überholt, sie bildete aber die planerische Vorleistung für die derzeitige Austauschplattform freie-radios.net)
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Grassmuck, Volker: Freie Software. Zwischen Privat- und Gemeineigentum, Bundeszentrale für politische Bildung 2002

Das Buch kann vollständig unter https://freie-software.bpb.de/ downgeloadet werden.

 

5. Pädagogik und Empowerment

Israel, Udo/Reimann, Andreas (2005): A & F Handreichungen. Materialien zur radiojournalistischen Aus- und Fortbildung in nichtkommerziellen Radios. Praxishandbuch für Lehrende und Lernende. München

Der Titel und die Untertitel sagen eigentlich schon alles. In dem großformatigen und dicken Buch finden sich zahlreiche, einzeln oder zusammenhängend einsetzbare Lern-Bausteine. Diese sind thematisch sortiert (z.B. Musik, Gender, Gestaltung und Komposition) und kommen nebst einer meist lesenswerten Einführung zum Thema. Eine überaus praktische und sehr empfehlenswerte "Handreichung, aber kein Lehrbuch." (Zitat Einleitung)
Mitwirkende und Autoren sind neben den oben genannten u.a. Beate Flechtker, Andreas Reimann, Andreas Linder, Reto Friedmann und Ariane Zeuner.

 

Werner, Ulrike/Günnel, Traudel (2003): Der Radioschein. Radiojournalistische Basis-Ausbildung von Laien. Praxishandbuch für Lehrende. München

Im Vergleich zu obigem Buch ein stärker durchgeplantes, und nicht rein auf die Bedingungen und Interessen freien Radios zugeschnittenes Lehrwerk. Ziel ist hier eine zertfizierte Grundlagenausbildung (Der "Radioschein"). Entstand als Ergebnis einer langjährigen Praxis für das Bildungszentrum Bürgermedien, Ludwigshafen. Im Gegensatz zu den "A & F Handreichungen" geschieht die Vermittlung aber ohne Bezug zu konkreten Themenbereichen.

 

Hahn, Harald (1999): Freie Radios als Ort der aktiven Jugend-Medien-Arbeit. Stuttgart.


Auf den Internetseiten der Arbeitsgemeinschaft der Landesrundfunkanstalten findet sich daneben eine Datenbank, in der einige der Publikationen der (in den einigen Bundesländern) obligatorischen Begleitforschung zu nichtkommerziellen Lokalradios aufgelistet sind. Das ganze findet sich unter https://www.alm.de/77.html


Inhalt und Redaktion dieser Literaturseite: www.sthiermann.de

 

 

Bundesverband Freier Radios e.V.
Startseite: www.freie-radios.de
e-mail: bfr@freie-radios.de