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BFR-Kongress / #ZWCM2020

 06.-08.11. / online
Zur Dokumentation

Workshop am 22.09.2015 | 14 – 17.00 Uhr "Kommunikation als Menschenrecht": WORAUF WARTEN WIR NOCH?,Und: WANN FANGEN WIR (endlich) AN?“ im Rahmen der LiMA15 in Berlin an der HU

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Liebe Leute,

ich leite hier die Ankündigungen meines Workshops „WORAUF WARTEN WIR NOCH?
Und: WANN FANGEN WIR (endlich) AN?“ im Rahmen der LiMA15 in Berlin an
der HU weiter.

Unten kommt die vollständige Ankündigung mit Links.

Durch die unterschiedliche Entwicklungen der freien Radios und der
Lizenzenvergabe in den jeweiligen Bundesländer - ist die LiMA15 eine
gute Gelegenheit, den Rahmen des Kongresses zu nutzen, um uns auf den
laufenden Stand zu bringen und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr
Leute euer Wissen und eure Kenntnisse aus den jeweiligen Regionen „Preis
geben“ werdet; Insbesondere über den Stand der Radio-Projekte, die vor
Ort laufen und über die gesetzlichen Einschränkungen, denen sie
unterworfen sind.

Ich freue mich auf anregende Diskussionen und viele Teilnehmer_innen,
die daran interessiert sind, gemeinsam zu überlegen, wie wir an der
Thematik bundesweit und nachhaltig rütteln können und wollen.

Für eine bessere Planung freue ich mich auf eine kurze Rückmeldung über
eure Teilnahme unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Aber Spontanität wird
und darf nicht bestraft werden. Kommt im Zweifel einfach vorbei und
diskutiert mit. (Siehe unten.) In diesem Sinne alles Gute und bis dahin.

Viviana Uriona

*Workshop: "Kommunikation als Menschenrecht" auf der LiMA15 in Berlin /
Mit Viviana Uriona von den Kameradist*innen (Medienaktivistin,
Radiomacherin, Filmemacherin)*

"Das Recht auf Kommunikation zerfällt nach bürgerlicher Lesart in zwei
Unterformen. Während die Meinungsfreiheit die Kundgabe persönlicher
Auffassungen vor Eingriffen des Staates schützt, soll die Pressefreiheit
bzw. Rundfunkfreiheit das unzensierte Veröffentlichen von Informationen
und Meinungen zum Zwecke der Meinungsbildung in der so genannten
Öffentlichkeit ermöglichen. Die erste Form von verfassungsrechtlich
geschützten Kommunikationsrechten bildet gleichsam das persönliche
„Redendürfen“ ab. Die zweite Form betrifft das öffentliche Wirken
Weniger zur Meinungsbeeinflussung der Vielen. Eine Verwebung beider
Formen kann sich der bürgerliche Liberalismus nicht vorstellen. Zu
naturgemäß ist für ihn die Eigentumsordnung im Kommunikationsbetrieb:
Jeder Mensch hat eine Meinung und soll sie äußern dürfen aber nur einige
Menschen haben den meinungsverstärkenden Besitz an den
Produktionsmitteln der Kulturindustrie: Rotationspressen, Studios,
Sendemasten und Frequenzen.

Doch das Recht auf Kommunikation hat sich in der materiellen
Wirklichkeit längst von seinen bürgerlichen Vorlagen emanzipiert. Es
lässt sich zunehmend verstehen als die neue „Pressefreiheit der Massen“,
mithin als das Recht der Vielen, für die Vielen Medien zu machen. Die
Grenze zwischen den Konsument*innen und den Produzent*innen von
meinungsbildenden Informationen dünnt sich aus und diese Grenze verdient
es auch, niedergerissen zu werden, wo sie nicht von sich aus fällt.

Argentinien hat diesem Prozess nachgeholfen. Seit 2010 existiert dort
ein Mediengesetz, das die Kommunikation, auch die Massenkommunikation
als ein individuelles Menschenrecht anerkennt. Das neue Gesetz verlangt
eine Lizenzvergabe an drei Gruppen von Medienmacher*innen. Zwei Gruppen
sind hinlänglich bekannt, die dritte hat es in sich. Denn neben
gewinnorientierten privaten und öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten
kennt das Gesetz auch „nicht gewinnorientierte Private“ – und meint
damit die große Vielzahl gesellschaftskritischer sozialer Bewegungen,
denen nach diesem Gesetz die rechtlichen und materiellen Möglichkeiten
an die Hand zu geben sind, selbst massenwirksame Kommunikation zu betreiben.

Im Workshop wollen wir die Hintergründe dieses Gesetzes beleuchten,
seine Implikationen durchdringen, seine Wirkungen kennenlernen und die
geleistete politische Arbeit von sozialen Bewegungen und linken
Medienmachenden in Argentinien analysieren, die überhaupt zu diesem
Gesetz führte. Diese Fragestellungen sind dabei evident: Wäre es am Ende
auch in Europa und der Bundesrepublik möglich, zu einer neuen
Medienlandschaft zu gelangen? Und wenn ja, worauf warten wir noch? Und
wann fangen wir an?"

Kostenbeitrag & Anmeldung: Der Workshop ist kostenlos | eine Anmeldung
ist zwar nicht erforderlich aber erwünscht unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Veranstaltungszeit:
22.09.2015 | 14 – 17.00 Uhr

Veranstaltungsort:
HU – Seminargebäude am Hegelplatz | Dorotheenstraße 24
10117 Berlin

Hinweise: Obwohl der Workshop kostenfrei ist, empfehlen wir einen Blick
auf das hochinteressante Gesamtprogramm der LiMA15, das zu erstaunlich
moderaten Preisen eine Teilnahme an vielen Angeboten ermöglicht.

Link zum WS auf den Seiten der LiMA15:
https://www.linkemedienakademie.de/…/kommunikation-als-mens…/


Link zum Workshop bei den Kameradistinnen:
https://www.kameradisten.org/termine-workshops-seminare/

Link zum Programm der LiMA15:
https://www.linkemedienakademie.de/programm-der-lima15/



--
Signatur_Kameradistinnen

Viviana Uriona
Politologin, Medienaktivistin, Filmemacherin
Political scientist, media activist, filmmaker
politóloga, activista mediática, cineasta

Idunastraße 47 * D-13089 Berlin * Germany
Kameradistinnen /Kameradisten.org

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