Der Bundesverband Freier Radios ist der Zusammenschluss nichtkommerzieller Hörfunkinitiativen in der Bundesrepublik.
Der Bundesverband Freier Radios ist der Zusammenschluss nichtkommerzieller Hörfunkinitiativen in der Bundesrepublik.
Im April 2019 feierte radio flora sein 10-jähriges Bestehen als Hannovers Web-Radio nach seiner UKW-Zeit - und am ersten Mai sein 26-jähriges Jubiläum als Verein. Nachdem die Landesmedienanstalt Niedersachsen dem hannoverschen Sender radio flora im April 2009 die UKW-Lizenz entzogen hatte, hatten viele dem bekannten und geschätzten Bürgerradio von Hannover das Aus prophezeit. Doch allen Zweifeln zum Trotz konnte radio flora damals auch ohne die Fördermittel des Landes seinen Sendebetrieb im Internet weiterführen und, von nun an ganz auf ehrenamtlicher Basis, bis heute erfolgreich als Web-Radio bestehen.
Anlässlich des internationalen Frauen*kampftages und des Aufrufs zu einem Frauen*streik senden 21 Freie Radios in Deutschland, Österreich und der Schweiz am 8. März 2019 von 7 bis 22 Uhr ein gemeinsames Sonderprogramm. Das Programm wird von mehreren dieser Radios im Verbund redaktionell gestaltet. Live gesendet wird aus den Studios in Erfurt, Freiburg, Rostock, Leipzig und Zürich. Ausgestrahlt wird das Programm in insgesamt 19 deutschen Städten sowie in Graz und Zürich.
Nach einen Ausfall des Sendepults bei Radio Dreyeckland in Freiburg kam bei einem Spendenaufruf im Dezember nun über 15.000 € zusammen. 120 Unterstützer*innen zeigten sich solidarisch und konnten den Sendebetrieb damit sichern.
RDL dazu:
"Ihr habt es ermöglicht: Die Spendenkampagne ist erfolgreich! Tausendfachen Dank an alle, die gespendet haben. Ihr seid großartig. Wir sind froh über die vielen und teilweise sehr großen Spenden von bis zu 1500 €. Die große Spendenbereitschaft von euch allen hat uns sehr bewegt. Auch in diesem Jahr werden wir alles daran setzen, freies, aktuelles, kritisches, musikalisch aufregendes Radio zu machen, selbstverständlich in vielen Sprachen. Und bald schon mit besserer, zeitgemäßer Technik in unseren Studios - Dank euch! Über den Studioausbau werden wir euch hier auf dem Laufenden halten."
Am heutigen Tag der Menschenrechte senden mehrere Freie Radio bundesweit ab 10 Uhr die Sondersendung "Die Liste der Toten Europas": 35.000 tote Asylsuchende und MigrantInnen umfasst die Liste der Toten Europas seit 1993. Die Künstlerin Banu Cennetoglu hat sie für die NGO United for Intercultural Action erstellt. Die Liste ist unvollständig. Unzählige Menschen sterben vor den Grenzen Europas und niemand erfährt davon. Auch an sie soll erinnert werden mit diesem Sondersendetag. Radio Freirad in Innsbruck hat die Liste vorgelesen.
Am 8. Oktober 2018 beschloss der Medienrat der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), die Sendelizenzen für den nichtkommerziellen Hörfunk in Berlin und Brandenburg entgegen der Intention der eigenen Ausschreibung zu vergeben. Mit diesem Beschluss werden die Freien Radios und die Freien Radio-Gruppen in Berlin und Brandenburg benachteiligt. Die Pressemitteilung der Betroffenen Radiogruppen findet sich hier.
Der BFR wendet sich nun mit einem offenen Brief an die Mitglieder des Medienrates, den wir hier veröffentlichen:
Vom 8. bis 11. November laden wir Aktive aus Freien Radios und anderen, im Sinne unserer Charta verfassten Medien, zum Kongress des Bundesverbands der Freien Radios ein. Unser Kongress -die Zukunftswerkstatt Community Media (#ZWCM2018)- findet sind in diesem Jahr in Chemnitz beim dort ansässigen Radio T statt
In der ursprünglichen Version des Verfassungsschutzberichtes für das Jahr 2017 behauptete das Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz in der Rubrik "Linksextremismus", dass ein Beitrag auf unserem Audioportal freie-radios.net für die im Rahmen der No-G20-Proteste geplante "Welcome To Hell"-Demonstration mobilisieren würde. Mit Unterstützung unseres Anwalts Peer Stolle ging der BFR gegen die sachlich falsche Behauptung und die mit der Erwähnung in derartigen Pamphleten einhergehende Stigmatisierung vor.
Bei der Razzia im Dortmunder Kulturzentrum "Langer August" am 4.7.2018 hat das Landeskriminalamt Köln einen Server beschlagnahmt, auf dem die Website des unabhängigen Hamburger Radiosenders FSK 93.0 gehostet ist. Neben der redaktionellen Website ist damit auch ein wichtiger Verbreitungsweg des Radioprogramms, der Livestream, faktisch abgeschnitten. Offiziell soll nicht das FSK Ziel der Maßnahme gewesen sein. Auch diverse andere Webseiten des Hosters sind von der Polizeimaßnahme betroffen.
Anlässlich der Verkündung des Urteils im NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht am 11. Juli haben sich Aktive aus verschiedenen Freien Radios für die Berichterstattung zu einer überregionalen Redaktion zusammengetan. Diese wird von 7 bis 22 Uhr ein ganztägiges Sonderprogramm aus München gestalten.
Im Rahmen der Sendung wird es Liveschaltungen zu Aktivist*innen in München und in anderen Städten geben, wird über Reaktionen auf den Prozess und das Urteil als auch über die vielen nicht aufgeklärten Aspekte des NSU-Komplexes berichtet werden. Zudem wird mit Hintergrundberichten und Interviews die Dimension der Taten des NSU thematisiert und auf die Rolle der Ermittlungsbehörden eingegangen werden.
Die Sendung aus München wird von vielen Freien Radios aus der BRD und Österreich übernommen. Sie ist über die UKW-Frequenzen und Internetstreams von LoRa (München), Radio Blau (Leipzig), dem Bermudafunk (Mannheim und Heidelberg), dem Pi Radio Verbund (Berlin), Frrapo (Potsdam), Radio Unerhört (Marburg), LOHRO (Rostock), Radio CORAX (Halle), FSK (Hamburg), Radio F.R.E.I. (Erfurt), Radio Dreyeckland (Freiburg), Radio Z (Nürnberg), Radio T (Chemnitz), coloRadio (Dresden), Freies Radio Stuttgart, freeFM (Ulm), Freies Radio Neumünster und Radio Helsinki (Graz) empfangbar.
Die Sendung findet im Kontext von Kein Schlussstrich statt.
Am 7. März 2018 verabschiedeten die 47 Außenministerinnen und Außenminister des Europarates die Empfehlung CM/Rec(2018)1 zu Medienpluralismus und Transparenz in Bezug auf die Medieneigentumsverhältnisse in ihren Mitgliedsstaaten. In dieser Empfehlung des Ministerkomitees des Europarates sind einige relevante Passagen zu Community Medien und somit zu Freien Radios enthalten. Der Bundesverband Freier Radios hat eine Übersetzung der bisher nur in englischer und französischer Sprache vorliegenden Erklärung veranlasst, hier vorab drei relevante Auszüge:
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